Das Client-Server Prinzip


In Bezug auf Netzwerktechnik haben Sie vielleicht schon einmal etwas vom Client-Server Prinzip gehört. Nachfolgend wird erläutert was es damit auf sich hat.

 

Um das Prinzip zu verstehen müssen zunächst die beiden Begriffe "Client" und "Server" eindeutig definiert werden.

 

  • Client (engl. Kunde)

Ein Nutzer, bzw. dessen Rechner, welcher innerhalb eines Netzwerks, Daten, Ressourcen und Dienste nutzen möchte.

  • Server (engl. Diener)

Ein spezieller, sehr leistungsfähiger Rechner im Netzwerk, der den Clients, Daten, Ressourcen und Dienste zur Verfügung stellt.


Quelle: erasmus-ganztagsgymnasium.de

In der oben aufgeführten Abbildung, sehen Sie eine Veranschaulichung des Client-Server Prinzips, wobei die mittig dargestellten Rechner die Server darstellen und die "normalen" PCs den Clients entsprechen.


Ein Server kann ganz unterschiedliche Daten und Dienste anbieten. Er kann z.B. Websites, in Form von HTML-Dokumenten, verteilen (Webserver) oder auch ganze Webanwendungen, welche z.B. in JavaScript geschrieben wurden, anbieten. Mehr zu den verschiedenen Arten von Servern finden Sie unter dem Menüpunkt "Netzwerke".

Quelle: en.wikipedia.org 


Nicht immer wird eine direkte Verbindung zum Server hergestellt. Es kommt immer öfter vor, dass ein sog. Proxy-Server als Schnittstelle zwischen dem Client und dem Server dient.

Quelle: advidera.com

Der Client und der Server kommunizieren also nicht direkt miteinander, sondern über eine Kommunikationsschnittstelle, dem Proxy. Der Vorteil von einem Proxy-Server ist, dass man sich anonym im Internet aufhalten kann. Die eigene Anfrage kommt zunächst beim Proxy an und wird dort in gewisser Weise "verfälscht", indem Informationen wie der Standort oder der Provider entfernt werden. Außerdem ist die IP-Adresse vom Client für den Server nicht sichtbar, da der Proxy seine eigene IP-Adresse nutzt, um die Anfrage an den Server weiterzuleiten.


Beispiel zum besseren Verständnis

Max, hat gerade eben seinen eigenen Laptop geschenkt bekommen. Sofort hat er mit der Einrichtung begonnen, damit er ihn ausprobieren kann. Nachdem er sich in seinem Heimnetzwerk erfolgreich anmelden konnte, hat er einen ersten Versuch gestartet. Er hat seinen Browser aufgerufen und dort in die Adressleiste "www.google.com" eingegeben. Nun, Sie werden sicherlich bemerkt haben, dass Max bzw. der Rechner von ihm, den Client darstellt. Aber wer spielt die Rolle des Servers? Na Ja, in dem Fall handelt es sich um einen Server von Google, auf dem die Website gespeichert ist. Nun schickt der Client eine Anfrage an den Google-Server, ob er die Google-Website zur Verfügung gestellt bekommen kann. Auf diese Anfrage schickt der Server wiederum eine Antwort. Diese Antwort wird bestätigt und daraufhin schickt der Server dem Client die gewünschte Datei, indem Fall die Website von Google.