SOFTWARE


Von dem Begriff "Software" haben Sie in Bezug auf Computer bestimmt schon etwas gehört, oder? Der Ausdruck Software ist eigentlich ein Kunstwort, das von John W. Tukey im Jahre 1958 als Gegenstück zur wesentlich älteren Hardware zum ersten Mal verwendet wurde. Ohne Software wäre ein Computer unbrauchbar.

 

Generell kann man sagen, dass der Begriff Software alle Komponenten eines Computersystems beschreibt, die man nicht anfassen kann. Das sind dann beispielsweise Programme und die dazugehörigen Daten, irgendwelche Dateien auf Ihrer Festplatte oder das Betriebssystem.

 

Anwendungsbeispiele für Software:

  • Die Suchmaschine Google
  • Das Betriebssystem von Microsoft: Windows
  • Eine Bild- oder Videodatei auf Ihrem USB-Stick
  • Die Standardsoftware: MS Office

 

MERKE: Alles was du beim Arbeiten mit dem Computer auf dem Bildschirm siehst, ist Software.


Wie sie sicherlich bemerkt haben, umfasst der Begriff Software einen sehr großen Teil des Computersystems, weshalb man Software in viele weitere Bereiche unterteilen kann.

 

Eine sehr häufig verwendete Unterteilung ist die Unterteilung in Anwendersoftware und Systemsoftware. Im folgenden erkläre ich Ihnen was es damit auf sich hat.

 

  • Anwendersoftware

Zu Anwendersoftware zählt man die Gesamtheit aller Programme, die dem Benutzer durch die Nutzung der Software einen Mehrwert bringen, d.h. der Benutzer kann mit Anwendersoftware ein spezifisches Problem lösen. Ein Beispiel wäre Textverarbeitungssoftware oder sämtliche Browser.

  • Systemsoftware

Zur Systemsoftware gehören alle Programme, die Basisfunktionalitäten wie z.B. die Dateiverwaltung des Systems bereitstellen oder Hardwareschnittstellen darstellen (z.B. Treiber, Betriebssoftware).

 


Vor allem, wenn ein Unternehmen spezielle Software zur Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse nutzten möchte, so wird oft zwischen dem Kauf von Standard- und Individualsoftware unterschieden. Im folgenden wird der Unterschied erläutert.

 

  • Standardsoftware

Standardsoftware ist jegliche Software, die vom Hersteller so gestaltet wird, dass sie von einer Vielzahl der Kunden genutzt werden kann. Es wird folglich kein spezieller Schwerpunkt gesetzt, sondern versucht eine Standardlösung zu entwickeln, die später an die spezifischen Bedürfnisse des Endkunden angepasst werden kann (sog. Customizing). Ein Beispiel ist das ERP System von SAP, welches erst beim Endkunden an die speziellen Prozesse und Organisationsstrukturen angepasst wird.

  • Individualsoftware

Individualsoftware ist das genaue Gegenteil von Standardsoftware. Sie wird stets in Begleitung eines Endkunden entwickelt und bildet schlussendliche alle Anforderungen und Wünsche des Kunden in der Software ab. Solch ein Software(-system) kann man meist nicht weiterverkaufen, da es zu eng an die Anforderungen eines einzelnen Kunden gebunden ist.